Geschichte der Wörtherseeschifffahrt
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Geschichte der Wörtherseeschifffahrt

Chronik

In den über 150 Jahren, seit dem die öffentliche Personenschifffahrt am Wörthersee existiert, blieb das Erlebnis einer Wörtherseeschifffahrt erhalten. Gewandelt hat sich allerdings die Art und Weise einer solchen Schiffsreise. Zu Beginn wurde die Wörtherseeschifffahrt vor allem als Verkehrsmittel eingesetzt.

Ansiedelungen rund um den Wörthersee waren ursprünglich nur durch primitive Wege verbunden. Der Transport von Gütern aller Art auf dem Landweg war fast unmöglich. Einfache Holzflöße mit Ruderantrieb wurden schon vor einigen Jahrhunderten zum Warentransport verwendet. Später wurden diese Wasser-_Fahrzeuge zusätzlich mit Segeln versehen. Ziel der meisten Segelreisen war die Stadt Klagenfurt.

Durch den Bau von Eisenbahnlinien um die Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelten sich für die Bevölkerung ungeahnte Möglichkeiten der Fortbewegung. Neben den Bahnlinien blühte auch der Verkehr zu Wasser. Neue Schifffahrtsgesellschaften entstanden, neue Schiffe wurden gekauft und die Frequenzen nahmen sprunghaft zu. In den letzten Jahrzehnten wandelte sich der Betrieb daher zu einem reinen Ausflugsverkehrsmittel. 

1853 - 1873

Der Vorläuferbetrieb mit einem Raddampfer bewies Interesse und Bedarf bei der Bevölkerung. Technische Probleme überschatteten den Dampfschiffsverkehr und führten zu dessen Ende.

1910 - 1929

kam es zu einer starken Angebotserweiterung. Es wurden Fahrpläne mit Aussicht auf hohen Umsatz bei großen Schiffsleistungen erstellt. Zu den vier vorhandenen großen Schiffen wurden binnen fünf Jahren gleich acht kleinere Motorschiffe angeschafft.

1939 - 1945

Nach einer Periode schwacher Frequenzen im Touristenverkehr (Wirtschaftskrise) stieg der Berufsverkehr erneut stark an. Der allgemeine Verkehrsaufschwung und die Kriegszeit erforderten von den bereits veralteten Schiffen nochmals Höchstleistungen. Der Bau von zwei neuen Schiffen für je 400 Personen wurde durch die Kriegsereignisse nicht umgesetzt. Durch den Brennstoff- und Materialmangel wurden ab 1940 die Fahrten eingeschränkt und die Lendkanalschifffahrt völlig aufgegeben.

1945 - 1948

Im Zuge des Wiederaufbaues kam es zu großen Verkehrsleistungen im Berufs-Verkehr und zu vielen Materialproblemen. Improvisation und Sparsamkeit kennzeichneten den Alltag.

1949 - 1966

Beginn der Konsolidierung und der Modernisierung: Alte Schiffseinheiten wurden durch zwei neue Schiffe ersetzt. Die Dampfschiffe wurden auf Ölfeuerung oder Dieselmotoren umgebaut, so wurde die Modernisierung der vorhandenen Flotte und der Verkauf kleiner Schiffe vorangetrieben.

1967 - 1975

Beschaffung von zwei weiteren neuen Schiffen mit je ca. 400 Personen Fassungsraum, sowie Abstellung von zwei alten Schiffen. Es kam zur Außer-Dienststellung des letzten Dampfschiffes (Thalia). Dies erforderte starke Rationalisierungsmaßnahmen.

1975 - 1988

Werftneubau. Die Nostalgiewelle brachte neue Ideen und Attraktionen. Die Lendkanalschifffahrt wurde nach 48 Jahren erneut und erfolgreich wieder aufgenommen. Das Motorschiff "Klagenfurt" wurde entsprechend der geänderten Bedürfnisse durch einen Umbau angepasst. Das letzte vorhandene Schraubendampfschiff Österreichs, die 1909 gebaute "Thalia" wurde völlig restauriert und nach 14 Jahren Abstellzeit erneut als Salon-Dampfer in Dienst gestellt.

1988 bis heute

Immer weiter entwickelt sich die Schifffahrt vom reinen Personentransport zu einem "Erlebnis am Wörthersee". Als Ausflugsschifffahrt positioniert wird das Hauptaugenmerk auf das Erlebnis am Wörthersee gelegt, das sich durch die Selbstbewirtschaftung der Schiffe verstärken lässt. Das Angebot erweitert sich um Charter- und Erlebnisfahrten. Exklusive Schiffe für Firmen-, Geburtstags- und Hochzeitsfeiern sowie Party-Boote werden zu den gefragtesten Angeboten am Wörthersee. 2008 wird die Wörthersee Schifffahrt teilprivatisiert und holt sich einen starken Partner mit an Bord der 2010 sämtliche Anteile der Wörtherseeschifffahrt erwirbt und zahlreiche Neuerungen und Modernisierungen ins Unternehmen einbringt.